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Broombecks Lab: Die richtige Abhörsituation im eigenen Heimstudio

Im siebten Teil der Reihe geht es um das Erzielen des bestmöglichen Sounds

  • Marcus Schmahl
  • 24 September 2016

Bevor wir uns wieder mit diversen Controllern, Hardwareanbindung an eure DAW und der Erstellung eines eigenen Liveacts befassen, gehen wir in diesem Workshop einige Themen für die richtige Einrichtung eures Heimstudios zum Erreichen des vielleicht perfekten Sounds durch. Das ist das A und O für den Musikproduzenten. Eigentlich auch das wichtigste Thema, denn eine falsche Abhörsituation führt zu unbefriedigenden Mixes und das wirkt sich immer negativ auf die Kreativität des Produzenten aus. Jeder Musiktitel sollte sich in eurer Studioumgebung gut bis sehr gut anhören. Bestenfalls genau so, wie im Club, eurer Küche, eurem Auto, auf den Boxen eures Laptops oder auf den kleinen Kopfhörern eures Smartphones.

Natürlich spielen hier viele Faktoren eine wichtige Rolle. wie zum Beispiel der Raum in dem ihr eure Musik produzieren wollt. Steht euch ein Zimmer zur Verfügung, dass ihr ausschließlich für eure kreativen Phasen nutzen könnt? Das ist natürlich der Jackpot. Denn hier könnt ihr mit wenigen Handgriffen und ein paar Investitionen recht schnell ein für euch akzeptables Studio-Umfeld schaffen. Sind Fenster im Zimmer, sorgt das natürlich für angenehmes Tageslicht. Auf der anderen Seite erzeugen Fensterscheiben Reflexionen, die euren Sound-Eindruck stark beeinflussen werden. Versucht hier eure Monitore so zu platzieren, dass sie vom Fenster wegstrahlen. Ein weiterer Punkt ist die Rechtwinkligkeit des Raums. Parallele Wände werfen die Schallwellen so lange hin und her, bis sie die komplette Energie verloren haben. Das streut ebenfalls Fehler ein, die ihr in eurem Gehirn nicht eliminieren könnt. Abhilfe schafft die Positionierung eurer Abhören schräg oder leicht schräg im Raum. Grundvoraussetzung hierfür ist natürlich die Raumgröße. Ihr solltet euch trotzdem im Raum wohl fühlen und ausreichend bewegen können. Ist euer Raum länglich, fast flurartig, solltet ihr die Länge für die Schallwellen ausnutzen. Bässe klingen gerne in Ecken etwas lauter. Auch hier ist es ratsam eure Boxen ein wenig in den Raum zu ziehen und nicht direkt in die Ecke oder an die Wand zu stellen.

Ich finde, dass alle Monitore auf einen vom Tisch entkoppelten Ständer gehören. Es gibt natürlich teure Studiotische, die Vibrationen minimieren. Diese Tische liefern aber eine weitere Fläche für Reflexionen. Und diese Tischfläche liegt während des Arbeitens direkt vor eurem Kopf. Das ist ein großer Punkt für die Ständer-Lösung. Darüber hinaus seid ihr immer an die Abmessungen des Tischs gebunden und könnt eure Boxen nicht frei im Raum bewegen. Die Monitorständer könnt ihr meist sogar mit Sand befüllen, was den Stand verbessert und Eigenschwingungen fast komplett eliminiert. Ein weiterer Vorteil dieser Ständer, ist die Möglichkeit eure Monitore in der Höhe recht frei zu bewegen. Somit bekommt ihr die perfekte Abstrahlung zu euren Ohren. Ist das geschafft, seid ihr eurem Ziel schon ein Stückchen näher gekommen.

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