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fabric ist geschlossen - was bedeutet dies für das Nachtleben?

Dies ist der Wendepunkt, der aufzeigt, dass das Nachtleben gehegt und nicht verfolgt werden sollte

  • Text: Seb Wheeler & Patrick Hinton / Illustration: Patch Keyes
  • 7 September 2016

Die Schließung der fabric ist tragisch. Zwei junge Menschen verloren dort Anfang des Sommers ihr Leben und nun sehen 250 Mitarbeiter der Entlassung entgegen, nachdem dem Club die Betriebserlaubnis entzogen wurde. Die Tore einer Location, die zu einer Stätte größter kultureller Bedeutung geworden ist, sind geschlossen. Dies ist sicher – aber was bedeutet dies für das Clubbing (in UK)?

Drogenaufklärung und -tests müssen zur Regel werden. Ecstasy ist stärker als jemals zuvor, was bedeutet, dass junge, unerfahrene Clubgänger einem potentiellen Risiko der Überdosierung ausgesetzt sind. Sie müssen (seriös) über Risiken von Partydrogen aufgeklärt werden und darüber, was genau sie da in sich aufnehmen. Dies muss bereits in der Schule beginnen, in der Hochschule oder innerhalb ihrer Gemeinde. Daher hat Mixmag die "Don´t Be Daft, Start With A Half"-Kampagne gestartet, die Usern verdeutlichen soll, dass es sicherer ist kleinere Dosen zu konsumieren. Clubs wie die fabric sollten nicht die Schuld für den Konsum von Partydrogen zugeschoben bekommen, die so oder so konsumiert werden, ob es der Polizei nun passt oder nicht. Stattdessen sollten Drogentests vor Ort ermöglicht und Initiativen zur Prävention, wie The Loop, ermutigt werden, die bei Secret Garden Party und The Warehouse Project aktiv ist.

Es muss ein ehrlicher Austausch zum Thema Drogenkonsum zwischen den Clubs, Clubgängern, der Lokalpolitik und der Polizei stattfinden. Wie The Loop zeigt, gibt es nun ein Beispiel für so etwas im Vereinigtem Königreich (etwas, das die Metropolitan Police im Umgang mit der fabric nicht zur Kenntnis nehmen wollte).

Keine Sicherheitsmaßnahme am Einlass wird vollständig verhindern können, dass Drogen in den Club geschmuggelt werden. Mixmag Redakteur Duncan Dick stellte Anfang der Woche gegenüber dem Guardian bereits klar: „(Die Regierung) kann nicht einmal ein Gefängnis frei von Drogen halten“, einen Ort mit deutlich erhöhter Sicherheit. Drogenaufklärung und ein fortschrittlicher Ansatz gegenüber Drogengebrauch, wie die Einführung von (behördlichen) Warnhinweisen, die ausgegeben werden, wenn sich gefährliche Drogen im Umlauf befinden, analog des Amsterdamer Modells, sind der richtige Weg und ein fortschrittlicher Weg, um Drogentote zu verhindern. Die Schließung der fabric zeigt wie eine Subkultur zum Sündenbock abgestempelt und für das Versagen der Machtinstitutionen verantwortlich gemacht wird.

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