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Pioneer DJ XDJ-RX2

Der kostengünstige Weg zum Club-Setup?

  • Johannes Bollmann
  • 28 December 2017

Wer wünscht es sich nicht?
Ein DJ-Setup, wie es im Club steht. Mixer, Player, vielleicht noch Plattenspieler. Doch was ein Großteil der DJs sicherlich gern im eigenen Hause sehen würde, ist wie ein Oberklasse-PKW ein teures Spielzeug. Nicht jedermanns Budget lässt dies zu, die Alternative ist häufig nur ein MIDI-Controller und eine DJ-Software. Das haben die Hersteller selbstverständlich als Marktlücke erkannt und liefern auch hierzu Alternativen, teils zu den eigenen Produkten.

Geht man vom Club-Standard des Marktführers aus, stehen da aktuell ein DJM-900NXS2 und zwei CDJ-2000NXS2 auf der Wunschliste vieler DJs. Die Premium-Liga, die mit rund € 6.897,- zu Buche schlägt, wenn man den Einzelpreis und UVP der Geräte einmal heranzieht. Realistisch betrachtet unbezahlbar für das eigene Setup zuhause. Erst Recht, wenn man nicht Besserverdiener ist, sondern irgendwo zwischen Anfänger, Amateur und semi-professionellen DJ anzusiedeln ist.

Alternativen gibt es natürlich in Form kleinerer Mixer wie auch Player. So könnte es zum Beispiel ein XDJ-1000MK2 oder XDJ-700 sein und statt dem DJM-900NXS2 könnte es auch ein DJM-750MK2 sein, oder eine kleine 2-Kanal-Lösung wie ein DJM-250MK2 oder DJM-450. Optionen also gibt es. Doch auch die kleinste Variante mit einem Pioneer Mixer, der Effekte bietet, kostet noch rund € 2.050,-.

Mit dem XDJ-RX bietet Pioneer DJ seit Mitte 2015 eine Alternative an, die jetzt mit dem XDJ-RX2 ein Update bekommt. Die Idee hinter dem Produkt ist eine all-in-one Lösung in einem einzigen Gerät, die sowohl zwei Player als auch einen Mixer beinhaltet und zumindest funktionell dem großen Club-Setup nahe kommen soll. Die Vorstellung mag dabei größer ausfallen, als die Realität, denn tatsächlich ist das Gerät nur 73 cm breit und bringt 9,1 kg auf die Waage. Dabei bietet es die relevanten Funktionen des großen Setups bei kompakteren Maßen und einem geringeren Preis von rund € 1700,-.

Doch bietet es tatsächlich alle Funktionen?
Alle nicht, jedoch viele. Primär ist der XDJ-RX2 konzipiert als Media-Player- / Mixer-Kombination mit zwei Player-Decks, einem 2-Kanal-Mixer mittig und einem vollfarbigem 7''-Touch-Display an der Oberseite. Ausgelegt ist das Gerät auf das Abspielen von Tracks von USB-Speichermedien, der XDJ-RX2 lässt sich aber auch als Controller für eine DJ-Software nutzen – eine Lizenz für die Pioneer DJ eigene DJ-Software rekordbox DJ findet der Käufer im Lieferumfang.

Praxis-Check
Die beiden Decks sind aufgebaut wie ein CDJ- oder XDJ-Player, inklusive einem Jog-Wheel mit Display. Das Jog-Wheel bietet zwar nicht dieselbe Größe wie das eines CDJs, reagiert aber haptisch sehr ähnlich, inklusive Wahlmöglichkeit zwischen dem CD- oder dem Vinyl-Mode. Im Vinyl-Mode würde der Track bei Druck auf die Oberfläche des Jog-Wheels stoppen, im CD-Mode könnte auch hier gedrückt und gedreht werden, allerdings würde sich nur rein die Drehung des Jog-Wheels auswirken. Das Feeling ist schon aufgrund der Größe nicht exakt dasselbe, wer aber das Jog-Wheel seines XDJ-RX2 beherrscht, wird sich sehr schnell mit dem Jog-Wheel eines CDJ- oder XDJ zurechtfinden.

Ebenso verhält es sich mit den wichtigen weiteren Funktionen, die bei allen Modellen ähnlich oder gleich sind. Cue- und Play-Tasten sind ebenso an denselben Stellen wie Track-Search und Search. Auch die Tasten für manuelle Loops sind identisch. Wie die Player besitzt auch der XDJ-RX2 für jedes Deck den Pitch-Fader wie gewohnt samt einstellbarer Pitch-Range - wahlweise +/-6, 10 oder 16% oder Wide als das Maximum. Master- und Sync-Funktion bietet das neue Modell ebenso wie der Vorgänger. Hier macht natürlich eine Analyse der Tracks in der frei verfügbaren Musik-Management-Software vorab Sinn. Dann sind alle wichtigen Informationen wie Track-Tempo oder Tonart ebenso sofort verfügbar, wie auch die mitlaufende Wellenform, die das Display anzeigt. Überarbeitet wurden bei der zweiten Version des XDJ-RX die Performance-Pads, die sich unter dem Jog-Wheel befinden. So findet man bei der ersten Version des XDJ-RX hier vier pro Seite für die Funktionen Hot Cue, Auto Beat Loop und Slicer. Die Pads des Vorgängers sind zwar LED beleuchtet, leider aber aus Kunststoff und haptisch daher wie eine große Plastik-Taste, statt wie ein richtiges Pad. Dies hat man für den XDJ-RX2 glücklicherweise überarbeitet. Hier finden sich nun acht Performance-Pads pro Deck, gummiert und mit mehr Funktionen. Ein kleiner Rand an der Oberseite der schwarzen Pads ist transparent und lässt das Licht der LEDs durch. Auch die Funktionen wurden überarbeitet und so sind die Performance-Pads derweil nutzbar für Hot Cues,

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