Search Show Menu
Home Latest News Menu
Tech

Pioneer DJ XDJ-RX2

Der kostengünstige Weg zum Club-Setup?

  • Johannes Bollmann
  • 28 December 2017
« Read this article from the beginning

Auto Beat Loop, Slip Loop oder Beat Jump. Einprägen sollte man sich dabei natürlich den jeweiligen Wert der Pads, denn eine Beschriftung fehlt natürlich. Beispiel, bei Auto-Beat Loop wie Slip Loop reichen die Werte von 1/16 Beat bis zu 1/2 in der ersten Reihe und von 1 Beat bis 8 Beats Länge in der zweiten Reihe. Bei Beat Jumps werden jeweils zwei Pads zusammengefasst und dienen mit einem Wert für das Vor- und Zurückspringen, die passenden Paare sind dann farblicheinheitlich und unterscheiden sind von dem zweiten Pärchen der gleichen Reihe.

So bieten die Decks tatsächlich die Grundfunktionen der klassischen Player, ohne Display und seitliche Hot Cues, dafür aber mit acht Performance-Pads, die (bisher)sogar die Player nicht bieten können. Der Mixer kann trotz seiner geringen Größe ebenfalls überzeugen. Er bietet zwei Kanäle mit 3-Band-EQ (EQ oder Isolator wählbar), Line-Fader, Crossfader (deaktivierbar beziehungsweise einstellbar in der Faderkurve) sowie ein Level-Metering in der Mitte. Neben den Decks kann dieser Mixer auch mit externen Signal genutzt werden – so bietet jeder Kanal Inputs für Line- oder Phono-Zuspieler. Hinzu kommt ein Aux-In, der bei Nutzung beider Kanäle zum Beispiel für einen Sampler oder auch Tablet genutzt werden kann wie auch zwei Eingänge für Mikrofone.

Interessant dürften natürlich auch die Effekte sein. Klein ist der Mixer, nicht so klein aber die Effekte. Der Pioneer DJ XDJ-RX2 bietet nicht nur die Beat FX sondern auch Sound Color FX. Für letztere Effekt gibt es in jedem der beiden Kanalzüge einen Color-Poti, zum Beispiel als bi-polarer Regler für das Filter oder den Sweep, tieffrequent oder hochfrequent. Schön: Es gibt zudem einen freien Parameter-Regler für die Effekte, der die Intensität regeln kann. So kann man mit dem Parameter-Regler zum Beispiel die Resonanz des Filters einstellen und diese eher flach halten, oder aber kräftig, was zu dem bekannten etwas kreischendem Filter-Sweep bei Nutzung führt.

Als Effekte verfügbar sind in der Sound Color FX: Sektion Filter, Dub Echo, Sweep und Noise. In der Beat FX Sektion finden sich Delay, Echo, Spiral, Trans, Reverb, Flanger, Pitch und Roll. Eines der Haupt-Updates für den XDJ-RX2 ist das neue Display. Dieses ist nun ein vollfarbiges 7''-Touch Display, auf welchem nicht nur übersichtliche Listen dargestellt werden können, sondern vor allem auch zwei kleine Decks wie auch parallel zwei mitlaufende Wellenformen der Tracks, wie auch eine Übersicht über die Effekte. Viele Informationen auf einem Display – eine Aufgabe die der XDJ-RX2 sehr gut erfüllt.

Der große Vorteil des Touch-Displays liegt natürlich in der verbesserten Bedienung, zum Beispiel der Suche in einer großen vollwertigen QWERTY-Tastatur. Leider ist die weitere Nutzung des Touch-Displays sehr eingeschränkt, bis auf zwei kleine Funktionen bietet diese in der Praxis (abgesehen von der Suche) bisher keinen großen Mehrwert.

Fazit
Eine all-in-one Lösung für rund € 1700,- , die ein komplettes DJ-Setup ersetzen soll. Klar, dass dies nur beschränkt funktioniert. Abstriche wird man machen müssen, sei es bei den Jog-Wheels, dem Mixer und auch der Anzahl der Effekte, auch das Display bietet nicht alle Funktionen der Player.

Pluspunkt sind die Performance-Pads, die die Konkurrenten, also klassische CDJ- und XDJ-Modelle, bisher nicht bieten. Somit ist der Pioneer XDJ-RX2 in jedem Fall eine Alternative, die man sich anschauen wollte, wenn man den Club-Standard wünscht, jedoch nicht die Oberliga zahlen möchte.

Preis: € 1.679,-

Mehr Infos findet ihr hier.

Load the next article...
Loading...
Loading...