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Warum Acid House wirklich das Letzte ist was ich auf Acid hören will

Bitte nicht...

  • Text: Harrison Williams / Illustration: Alex Jenkins
  • 1 August 2017

Es ist gerade einmal zwei Stunden her, seit ich mir ein winziges Quadrat weißen Papiers in meinen Mund geschoben habe und meine Sicht ist flauschig mit wabernden Halluzinationen. Das LSD hat amtlich mit voller Kraft eingesetzt. Ich befinde mich auf einem Musikfestival, eingebettet im Wald des Mittleren Westens der USA, vollkommen abgeschnitten von der Außenwelt, aber die Landschaft und die Atmosphäre sind beruhigend. Riesige Bäume, überborstend voll Leben, befinden sich überall um mich herum. Ein wohltuendes Gefühl der Ruhe überkommt meinen Kopfbereich während ich im Gelände umherwandel. Plötzlich befinde ich mich vor einer gigantische Bühne, von der soulful House Sound durch den Äther strömt. Pures Glück.

Dann findet plötzlich ein abrupter Wechsel statt, der mich aus meiner Blase der Ruhe reißt. Es ist als wäre gerade eine Atombombe in meinem Hirn explodiert als der DJ entscheidet für Chaos zu sorgen und einen zermalmenden, rasanten Acid-Track zu spielen. Ein unangenehmes Gefühl überkommt mich.

Ich bin hektisch.
Ich bin ängstlich.
Ich erschaudere.
Ich gerate nicht in Panik.
Ich gerate nicht in Panik.
Oh nein, ich gerate in Panik.
Warum hat er das getan?
War es etwas, das ich getan habe?
Ich muss mich in Bewegung begeben, schnell.
Warum heißt dieses Genre überhaupt Acid House?

In diesem Moment wusste ich ganz tief in mir drin, und ich weiß es mehr als alles andere auf der Welt: Acid House ist das Allerletzte, was ich hören möchte, wenn ich auf Acid bin.

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