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Britischer Arzt entwickelt „Kater-freien" synthetischen Alkohol

„Alcosynth" gegen den Montagsblues

  • Mixmag Redaktion
  • 29 November 2017
Britischer Arzt entwickelt „Kater-freien" synthetischen Alkohol

So ziemlich jeder Partygänger fürchtet den Tag danach, der sich meist sonntags (bei manchen auch erst montags) mit heftigen Kopfschmerzen einstellt.

Verantwortlich dafür ist oftmals auch zu hoher Alkoholkonsum und zumindest dafür stellen britische Wissenschaftler jetzt Abhilfe in Aussicht. David Nutt vom Londoner Imperial College will dieses sich ständig wiederholende Jammerspiel jetzt nämlich mit einem neuen synthetischen Alkohol namens „Alcosynth“ beenden, bei dem das Acetaldehyd fehlt, das hauptverantwortlich für die typischen „Kater-Symptome“ wie Kopfschmerzen oder Übelkeit sein soll. Hinsichtlich der gewünschten Effekte soll sich „Alcosynth“ hingegen genauso verhalten wie herkömmlicher Alkohol. Kurz: Das Zeug macht zwar besoffen, aber ohne den dicken Schädel danach.

Der Weg dahin war laut Nutt jedoch kein leichter. In den vergangenen 10 Jahren hat er bereits sage und schreibe 80 mögliche Substanzen intensiv getestet und die Liste der potentiellen Kandidaten für einen Alkoholersatz auf fünf heruntergebrochen. Bei seiner Arbeit kooperiert er eng mit der Food Standards Agency (FSA), die in Großbritannien als unabhängige Instanz die Lebensmittelsicherheit beaufsichtigt. Ziel ist es mit dem finalen „Alcosynth“ ein Produkt zu etablieren, das beim Konsum weniger Hirnschäden verursacht als regulärer Alkohol.

“(Alcosynth) wird neben Scotch und Gin angeboten werden“, so Nutt. “(Bartender werden) Alcosynth in euren Cocktails verwenden und man wird den Genuss haben, ohne seine Leber oder sein Hez zu schädigen.“

Sobald die FSA Grünes Licht für sein Produkt gibt, muss „Alcosynth“ noch die entsprechenden Verfahren der Unbedenklichkeitsanalyse durchlaufen. Zu deren Finanzierung müssen Nutt und sein Team noch ca. € 10 Millionen bereitstellen. Bis zur endgültigen Zulassung in Großbritannien dürfte also noch einiges an Zeit ins Land gehen. Optimistische Schätzungen gehen von einem Einsatz in einer begrenzten Zahl Bars bis 2020 aus. Wann dies dann auch in Deutschland oder der EU erhältlich sein wird, steht im Kontext der derzeitigen Brexit-Verhandlungen auf einem ganz anderen Blatt..

Das beste Mittel gegen Kater ist und bleibt bis dahin somit auch weiter: weniger Alkohol!

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