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Reviews

Derek

"Bug Club 1990" (Hourglass)

8/10

  • Kat Kat
  • 6 December 2015
Derek

Derek ist ein neues Gesicht, das so in etwa der dritten Dynastie von jungen freshen Producern entstammt. Im zartesten Alter von 14 Jahren hörte er auf dem Sunwaves-Festival Ricardo Villalobos back to back mit DJ Sneak, und alles Weitere ergab sich quasi von selbst: Die erste EP haute er mit 16 raus, und nun, mit knapp 21 – dem Alter also, in dem man in den USA noch nicht mal alleine Wein kaufen darf – kann er bereits auf eine solide Vergangenheit als DJ und Produzent zurückschauen. Die Welt liegt dem bescheidenen Burschen zu Füßen, was ihm aber wahrscheinlich gar nicht auffällt, da er, wenn auch total auf dem Boden geblieben, in anderen Sphären wandelt, auch metaphysisch gesehen. Dort trifft er zum Beispiel auf Menschen wie Nima Gorji, Dani Casarano und Xandru, wobei die beiden letzten auch gleich als Remixer für „Bug Club 1990" auf den Plan treten. Dereks totale Vorlieben für Glitch und VHS-Videoart scheinen auf dieser Release minimal durch, denn in erster Linie ist dieser quirlige, reduzierte Hardfunk auf feinste Shufflung gebürstet und verrutscht daher nur leicht die Optik, wenn man dazu mikromanisch den Head bangt. Aber der Bug hat es in sich. Das erkennt auch Dani und entscheidet sich ebenfalls für eine verspulte Groovung mit crispen Hats und trocken drückendem Bass. Xandru wird da schon ausholender und wagt sich auf tiefe, treibende Reverb-Exkurse somewhere jenseits von morgen.

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