Search Show Menu
Home Latest News Menu
Features

The Orville

Verbimmelt durchs Weltall

  • Series Black
  • 24 September 2017
The Orville

Dass der Herbst nicht nur grau sein muss, liegt auch am Start einiger neuer Serien. Eine davon ist The Orville, eine herrlich schräge Science-Fiction-Dramedy, die sich lustvoll schamlos im Star-Trek-Universum bedient. Verantwortlich für diese ist Seth MacFarlane (Family Guy, Ted), der neben Drehbuch und Regie auch gleich die Hauptrolle zur neuen Serie beisteuert..

Wir schreiben das Jahr 2417 als Ed Mercer (Seth MacFarlane) endlich das Kommando für sein erstes eigenes Raumschiff erhält. Zwar handelt es sich bei der betreffenden U.S.S. Orville „nur“ um ein Forschungsschiff und nicht um einen der wesentlich prestigeträchtigeren Raumkreuzer der „Planetary Union“ (und auch dieses Kommando erhält Ed nur, weil in der Flotte gerade akuter Kapitänsmangel vorherrscht), dennoch scheint damit endlich der Wendepunkt in seiner stagnierenden Karriere gesetzt.

Einen ersten schweren Dämpfer erhält er aber bereits als bei der Zusammenstellung seiner Crew für die wichtige Position des Ersten Offiziers nur seine Exfrau Kelly (Adrianne Palicki) zur Verfügung steht, die er ein Jahr zuvor verlassen hat. Musste er sie doch in flagranti dabei erwischen, wie sie sich im gemeinsamen Appartment gerade mit einem blauhäutigen Alien verlustiert („Du hast Papa Schlumpf gebumst!“).

Und auch der Rest seiner Führungsmannschaft hat es in sich. Mit seinem alten Kumpel Gordon Malloy (Scott Grimes) holt sich Ed zwar den angeblich besten Steuermann der Flotte an Bord, dessen Hang zum Risiko und ausgeprägte Obrigkeits-Aversion, ihn jedoch bereits nachhaltig aufs Abstellgleis manövriert hatten. Mit Alara Kitan (Halston Sage) stößt eine superstarke aber auch ebenso unerfahre Sicherheitsoffizierin zur Führungsmannschaft des Raumschiffs.

Hervorzuheben wäre auch Isaac (Mark Jackson), der neue Wissenschaftsoffizier: Eine künstliche Lebensform, die sich durch ihre extrem rassistische Einstellung auszeichnet und menschliches Leben per se für absolut minderwertig hält.

Die Rolle des Commanders nimmt das gleichgeschlechtliche Alien Bortus (Peter Macon) ein, während Navigator John Lamarr und Bordärztin Dr. Claire Finn (Penny Johnson) die Mannschaft komplettieren. Letztere sieht sich den sexuellen Nachstellungen von Yaphit, einer ebenfalls an Bord befindlichen Blob-artigen Lebensform ausgesetzt, die für ihre anzüglichen Vorstöße auch nicht vor der Simulation allerhand Krankheiten zurückschreckt (inklusive eines Hustens, was in gänzlicher Ermangelung von Lungen eine echte Leistung darstellt), nur um auf die Krankenstation zu gelangen.

Diese gleichermaßen exzentrische wie explosive Mischung garantiert fortan dafür, dass es Ed Mercer in seinem neuen Lebensabschnitt sicherlich keine Minute lang langweilig werden wird. Und so lassen erwartungsgemäß auch die bislang ausgestrahlten ersten drei Folgen der neuen Serie nachhaltige Gebrauchsspuren an Mannschaft und Raumfahrzeug zurück.

Noch nie waren Weltall und seine unendlichen Weiten so grotesk. Und selbst eigentlich schwere Kost - wie Rassendiskriminierung, Frauenfeindlichkeit und Geschlechtsumwandlungen - macht sich hier auf in neue Dimensionen, die so (Problemlösungen eingeschlossen) noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Zu Risiken und Nebenwirkungen ist zu sagen, dass The Orville bei eingefleischten Trekkie-Nerds möglicherweise denselben Effekt auslösen könnte, wie Der Schuh des Manitu bei Pierre Brice, alle anderen sollten aber unbedingt mal reinschauen, denn noch nie waren Holodeck-Programme so schräg...

The Orville läuft seit dem 10. September auf dem US-amerikanischen Sender Fox.

Ebenfalls auf Fox geht am kommenden Sonntag mit Ghosted eine weitere Serie an den Start, die sich am besten irgendwo zwischen Men in Black, Ghostbusters und Hellboy ansiedeln lässt. Die Preview rund um die beiden neuen Rekruten des ultrageheimen „Bureau Underground“ konnte zwar noch nicht gänzlich überzeugen, macht aber dennoch Lust auf mehr.

Load the next article...
Loading...
Loading...