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Dieser schlaflose Fisch ermöglicht uns vielleicht die ganze Nacht wach zu bleiben

Einfach munter weiterschwimmen!

  • Mixmag Redaktion
  • 12 February 2018
Dieser schlaflose Fisch ermöglicht uns vielleicht die ganze Nacht wach zu bleiben

Laut einer neuen Studie, die von einem Team Neurowissenschaftler der Florida Atlantic University auf eLife veröffentlicht wurde, sind „erste Belege genetischer und neuronaler Veränderungen gefunden, die zu einem evolutionären Schlafverlust beitragen“, entdeckt worden.

Diese Entdeckung wurde beim mexikanischen Salmler gemacht, in dessen Population zwei unterschiedliche Gattungen von Süßwasserfischen existieren: eine bevölkert reguläre Gewässer, die andere ist blind und kommt in Höhlen vor. Erstere, die Tageslicht ausgesetzt ist, benötigt um die 8 Stunden Schlaf. Letztere benötigt jedoch lediglich eine Schlafphase von 2 Stunden pro Tag.

Verantwortlich dafür ist offenbar ein Neuropeptid-Hormon namens Hypocretin oder HCRT. Die in Höhlen vorkommende Art weist deutlich mehr HCRT im Körper aus, als ihre nahen Verwandten, die Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Bei Tests, bei denen beiden Arten Medikamenten verabreicht wurden, welche die HCRT-Rezptoren blockieren, konnte einerseits nachgewiesen werden, dass die Schlafentwicklung zu genetischen und neuronalen Abweichungen innerhalb einer Spezies beitragen kann. Außerdem wurde belegt, dass diese Unterschiede durch Medikamenteneinsatz verändert werden können.

Auch wenn insbesondere letztere Erkenntnis (auch ohne Tests) nahe liegend erscheint, so könnte die neue Erkenntnis über den Schlaf beeinflussenden Mechanismus beim Höhlenfisch später auch einmal zu einer Verlängerung der Wachphase bei einem Menschen führen – und zwar ohne jede physische Beeinträchtigung.

In einem Interview mit Popular Science äußert sich der Hauptautor der wissenschaftlichen Publikation Alex Kenne wie folgt: „Es gibt alle Arten von Drogen, um Schlaf zu erleichtern oder Leute wach zu halten. Das interessante bei dem Höhlenfisch ist, dass es gesund zu sein scheint, ungeachtet eines dramtaischen Schlafverlusts. Wenn wir herausfinden warum, wäre es möglich neue Stimulanzen zu entwickeln, ohne die typischer Weise mit Schlafmangel einhergehenden Folgen.“

Ob nun im Club, oder vor dem Examen in der Bücherei, es ist gut möglich, dass wir in der Zukunft eine Droge erleben werden, die uns die ganze Nacht am Schwimmen hält. Und dies ohne die negativen Folgen für unsere Gesundheit...

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